Private Alters­vor­sorge

Auf diesen Wegen sichern Sie Ihren Ruhestand ab

Ohne eine private Altersvorsorge werden die meisten Menschen ihren Lebensstandard im Alter einschränken und genau aufs Geld achten müssen. Doch es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Vorsorge, wie eine Rentenversicherung, Rürup- oder Riester-Rente, die das verhindern. Welche das sind und welche zu Ihnen passt, hängt von verschiedenen Faktoren wie Ihrem Alter ab.

Altersvorsorge Möglichkeiten jetzt ausloten

Den meisten Menschen ist klar, dass sie sich nicht allein auf die gesetzliche Rente verlassen können, um im Ruhestand ihren gewohnten Lebensstandard fortzusetzen. Um den Lebensabend nach Ihren Vorstellungen zu führen und damit Geldsorgen für Sie kein Thema sind, ist Vorsorge wichtig. Mit einer privaten Altersvorsorge bauen Sie lang- und gegebenenfalls auch kurzfristig ein weiteres finanzielles Standbein für Ihren Ruhestand auf. Eine Patentlösung gibt es allerdings nicht. Vielmehr müssen Sie selbst entscheiden, welche Altersvorsorge Möglichkeiten zu Ihnen passen.

Welche Altersvorsorge ist sinnvoll?

Bei allen Varianten haben Sie in der Regel die Wahl zwischen klassischen und fondsgebundenen Tarifen. Bei erstgenanntem wissen Versicherte von Beginn an, wie viel Rente sie im Alter garantiert erhalten. Allerdings sind die Renditechancen begrenzt. Mit fondsgebundenen Angeboten können Sparer mehr aus ihrer privaten Rente herausholen. Je nach gewähltem Risiko kann sich daraus aber auch ein Verlustgeschäft ergeben.

Altersvorsorge Tipps: Wie viel Prozent des Einkommens sollte in die private Rente fließen?

Pauschale Aussagen wie 10 Prozent bis 15 Prozent des Nettoeinkommens gehören in die private Rente, bieten nicht mehr als eine grobe Orientierung. Wie viel Sie tatsächlich in Ihre Vorsorge stecken sollten, hängt von unterschiedlichen Punkten ab:

  • Bedarf im Alter: Hier gehen Experten davon aus, dass die Rente insgesamt 70 Prozent bis 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens betragen sollte.
  • Beginn der Vorsorge: Wer erst spät ein finanzielles Polster für den Ruhestand aufbaut, braucht dafür mehr Geld, als Personen, die beispielsweise schon mit Mitte 20 angefangen haben.
  • Beginn des Ruhestands: Je eher Sie in Rente gehen, desto weniger Zeit haben Sie, Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen beziehungsweise für ihre private Altersvorsorge. Entsprechend größer kann die Rentenlücke ausfallen.
  • Rendite: Je besser Ihre private Vorsorge performt, desto weniger Geld müssen Sie einzahlen.

Mit der Riester-Rente jährlich Zulagen kassieren

Bei der Riester-Rente gewährt der Staat Sparern Zulagen und Steuervorteile. Jedes Jahr sieht die Regierung 154 Euro Grundzulage als Unterstützung vor. Für jedes kindergeldberechtigte Kind gibt es zudem bis zu 300 Euro. Der Staat stockt Ihre private Rente demnach kontinuierlich auf. Darüber hinaus können die eingezahlten Beiträge in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Übersteigen dabei die Steuervorteile die Summe der Zulagen, reduziert sich für Versicherte zusätzlich die Steuerlast.

Rürup-Rente: Private Rente mit Steuervorteilen

Bei der Rürup-Rente werden Sparer ebenfalls über Steuervorteile staatlich gefördert. Allerdings können sie wesentlich mehr Beiträge steuerlich absetzen als bei der Riester-Rente. Diese Form der Vorsorge kann zudem jeder abschließen. Aufgrund der hohen steuerlichen Entlastung lohnt sich die auch als Basisrente bekannte Altersvorsorge besonders für Gutverdiener. Gleiches gilt für Selbstständige und Freiberufler, die auf keinen anderen Weg staatlich gefördert vorsorgen können.

Neues von der privaten Rentenversicherung und Lebensversicherung

Möchten Sie ohne staatliche Unterstützung vorsorgen, stehen Ihnen eine private Rentenversicherung und eine Lebensversicherung offen. Klassische Angebote konnten lange Zeit mit einer hohen Garantieverzinsung überzeugen. Doch im Zuge der Finanzkrise sank der Zins in den letzten Jahren immer weiter. Diese Angebote gehören laut Stiftung Warentest daher eher zu den Auslaufmodellen. Stattdessen gibt es Tarife mit neuen Garantien für Versicherte oder fondsgebundene Varianten. Doch gerade Tarife der sogenannten Neuen Klassik sind für Laien nur schwer miteinander zu vergleichen. Entsprechend wichtig ist es, dass Sie sich genau beraten lassen, wenn Sie Ihren Ruhestand mit einer privaten Rentenversicherung oder Lebensversicherung absichern möchten.

Einfach die richtige Altersvorsorge finden

Altersvorsorge Tipps: Beste Altersvorsorge für jedermann

Welche die beste Altersvorsorge für junge Leute beziehungsweise ab 40 oder 50 Jahren ist, hängt ganz vom Einkommen, vom Familienstand und von anderen Faktoren ab. Verdienen Sie schon sehr gut, kommt eine Rürup-Rente für Sie infrage. Haben Sie dagegen Kinder, ist Riestern für Sie interessant. Vielleicht sorgen Sie allerdings auch mit einer fondsgebundenen Rentenversicherung am besten vor. Aufgrund der vielen Optionen ist es ratsam, zusammen mit einem Fachmann die unterschiedlichen Möglichkeiten der privaten Rente auszuloten und einen Vorsorgeplan zu erstellen.

Betriebliche Altersvorsorge: Mit dem Arbeitgeber sparen

Bei einer betrieblichen Altersvorsorge (bAV) investieren Sie ein Teil Ihres Bruttoeinkommens in die Betriebsrente. Dabei kann sich Ihr Arbeitgeber beteiligen und ebenfalls einen Beitrag einzahlen. Nur wenn dies der Fall ist, rechnet sich die bAV in der Regel. Denn selbst wenn sich durch Ihr verringertes Bruttoeinkommen die Abzüge für Steuern und Sozialversicherungen reduzieren, gibt es bei der bAV einige Nachteile, über die Sie sich informieren sollten.

Private Altersvorsorge in der Steuererklärung angeben

Sie können Ihre Beiträge zur privaten Rente in Ihrer Steuererklärung als Sonderausgaben angeben. In der Anlage AV vermerken Sie beispielsweise Ihre Aufwendungen für die Riester-Rente. Beiträge für die Basisrente gehören stattdessen in die Anlage Vorsorgeaufwand. Ältere, bis 2005 abgeschlossene Lebensversicherungen können ebenfalls als sonstige Vorsorgeaufwendung angegeben werden. Jüngere Verträge finden dagegen keinen Platz in der Steuererklärung. Gleiches gilt für die private Rentenversicherung. Die betriebliche Altersvorsorge kann in der Steuererklärung auch nicht angegeben werden. Das liegt allerdings daran, dass die Beiträge aus dem Bruttoeinkommen, also vor Steuerabzug, fließen.

Private Altersvorsorge im Test

In regelmäßigen Untersuchungen wird den verschiedenen Optionen für den Aufbau einer privaten Rente auf den Zahn gefühlt. Eine sehr angesehene Institution ist hierfür die Stiftung Warentest. Zu ihren aktuellen Testsieger im Bereich Rürup-Rente zählen die klassischen Tarife der Europa, HanseMerkur und HUK24. Alle drei sind aus Sicht der Tester gut.

Im Altersvorsorge Vergleich zur Riester-Rente haben zuletzt zwei Tarife der HanseMerkur und jeweils ein Angebot von HanseMerkur24 und Alte Leipziger überzeugt. Allerdings wurden auch hier keine fondesgebundenen Varianten getestet.

Wenn Sie unterschiedliche Tests zur privaten Vorsorge miteinander vergleichen, fällt schnell auf, dass sich die Testsieger nicht immer gleichen. Dies liegt oft an den verschiedenen Testkriterien, die für die Analyse herangezogen werden. Es empfiehlt sich daher, die jeweiligen Tarife noch einmal selbst gegenüberzustellen, etwa mit einem Altersvorsorge Rechner. Zudem sollten Sie immer mehrere Angebote zur privaten Rente berücksichtigen, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

Private Altersvorsorge: Nur wer vergleicht, kann sparen!